Sobald ein Anhänger ins Spiel kommt, relativiert sich der Verbrauchsvorteil deutlich. Während unserer Fahrten unter Last stiegen die Verbräuche häufig auf 10 bis 13 Liter pro 100 Kilometer oder mehr. Je nach Strecke, Anhängergewicht und Ladezustand der Batterie sind in der Praxis aber auch Werte von knapp 9 bis rund 15 Litern pro 100 Kilometer realistisch.
Am Antrieb selbst liegt das nicht. Der Ranger zieht souverän und profitiert beim Anfahren vom sofort verfügbaren Drehmoment des Elektromotors. Gerade beim Rangieren auf der Baustelle oder beim Anfahren an Steigungen wirkt der Plug-in-Hybrid oft entspannter als viele klassische Diesel.
Der eigentliche Unterschied zeigt sich auf längeren Strecken. Mit zunehmender Last schrumpft der elektrische Anteil der Fahrt. Der Benzinmotor übernimmt immer häufiger die Arbeit, während die Batterie ihren Verbrauchsvorteil nur noch begrenzt ausspielen kann. Wer regelmäßig schwere Maschinen, Baumaterial oder Anhänger über längere Distanzen transportiert, sollte deshalb nicht mit den Verbrauchswerten rechnen, die auf Kurzstrecken oder im Stadtverkehr möglich sind.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der im Arbeitsalltag oft wichtiger ist als die reine Motorleistung. Die Anhängelast bleibt zwar bei 3,5 Tonnen, bei schweren Anhängern schrumpfen jedoch die Reserven für Werkzeug, Material und Mitfahrer deutlich. Für viele Handwerksbetriebe dürfte deshalb weniger die Zugkraft entscheidend sein als das zulässige Gesamtgewicht der gesamten Kombination.